v

Veränderungen und die Zeitwahrnehmung

Was haben Veränderungen mit der Zeitwahrnehmung zu tun?

Liebe Leser und Leserinnen, ich bin mir sicher, dass Dich dieses Thema (Veränderung und Zeitwahrnehmung) ansprechen wird, doch dieser Blog geht an Dich lieber Reiner – denn Du hast mich dazu inspiriert. Deine Fragen und unseren schriftlichen Austausch lassen meine Gedanken in die hintersten Gedankengänge flitzen und meine Finger tippen. Deshalb:

Lieber Reiner,

ja, Du hast Recht: das Thema Veränderung ist fast so spannend wie das Thema Zeit. Doch richtig spannend wird es, wenn wir die beiden Themen verbinden. So können wir die Veränderung aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Denn die Veränderung beeinflusst unsere Zeitwahrnehmung wesentlich. Ach wie aufregend! Doch gehen wir ein Schritt nach dem Andern.

Warum möchte ich eine Veränderung?

Das ist die erste Frage. Möchte ich eine Veränderung weil ich mit dem jetztigen Leben nicht zufrieden bin? Möchte ich eine Veränderung, weil ich auf der Suche nach einem besseren Leben bin? Oder möchte ich eine Veränderung, weil wir, der Homo Sapiens, diesen Instinkt in uns tragen? Denn der Ruf nach Abenteuer sitzt in uns. Doch viele hören ihn gar nicht mehr. Und was ist, wenn wir ein ziemlich gutes Leben haben und “eigentlich” recht zufrieden sind, doch dieser innere Ruf nach etwas Neuem nicht verschwindet?

Fange mit kleinen Veränderungen an

Und muss es denn gleich eine grosse Veränderung sein? Warum nicht mit kleinen Veränderungen anfangen? Wenn wir mit kleinen Veränderungen anfangen, braucht es weniger Mut um die Entscheidung zu fällen, eine grosse Veränderung anzugehen. Klar, eine Veränderung bedeutet, dass man unbekanntes Terrain betritt und wir wissen nicht, wie wir darauf reagieren werden. So komme ich zu:

Die Visualisierung

Nehmen wir das Beispiel, als ich mich selbständig machen wollte. Ich wusste, dass dies eine grosse Veränderung bedeuten würde. Ich fing an, mich in Gedanken in die Lage zu versetzen. Die Situation zu visualisieren. Wie wird es sich anfühlen, wenn ich selbstständig bin? Wie sieht mein idealer Tag dann aus? Und dies visualisierte ich bis zum Umfallen. Natürlich kam es ganz anders, hehehehe, aber weisst Du was ich dazu sage lieber Reiner? ZUM GLüCK! Zum Glück kam es so wie es kam, sonst wäre ich heute nicht da wo ich jetzt bin. Und die Visualisationen haben mir geholfen, weiter daran zu glauben, dass es möglich ist. Es gab ein paar Umwege – doch heute haben sich viele meiner damaligen Visionen realisiert und die damals unbekannten Dinge die natürlich dazu kommen, die haben mir geholfen und haben mich weiter gebracht.

Doch die Visualisationen helfen Dir auch, heraus zu finden, ob es wirklich das ist, was Du willst. 

Die nächste Frage ist die folgende:

Verlieren wir wirklich die Dinge, die wir hart erarbeitet haben?

Wie können wir die verlieren? Ich glaub nicht, dass wir Erarbeitetes verlieren. Das ist doch in uns. Und ich glaube, dass wir das Erarbeite sogar brauchen. Das Erarbeitete gehört zum Weg. Lass mich hier auch zeigen, wie mir bei dieser Frage das Bewusstsein der Endlichkeit hilft. Das Leben ist zu kurz um an Dingen festzuhalten, die im Nachhinein sehr wahrscheinlich in Vergessenheit geraten. In 500 Jahren wird sich kein Mensch an Anna Jelen erinnern. Doch jetzt bin ich da. Jetzt kann ich etwas bewegen. Jetzt kann ich anderen Menschen mit meinem Wissen unterstützen. Deshalb ist das JETZT so wichtig. Und das Erarbeitete gehört nicht in die Vergangenheit, sondern ins Jetzt. Weisst Du was ich damit meine?

Ja, das Leben ist irgendwann zu Ende, also will es unterwegs gelebt werden. Deshalb fülle die Zeit mit Momenten die Dir guttun.

Vom Topmanager zum Uhrmacher – ein gutes Beispiel

Ich kenne einen tollen Mann namens Reto Baumgartner. Er war CEO in einem Unternehmen. Mit 50 Jahren entschied er sich Uhrmacher zu werden. Er verliess das “System” und heute besitzt er ein Atelier, wo ich vor 3 Wochen meine eigene Uhr herstellen durfte. Er ist ein fantastisches Beispiel dafür, dass es nie zu spät ist, eine Veränderung anzugehen. Erfahre mehr über seine wunderbaren Uhren: https://rb-baumgartner.ch/

Doch kommen wir nun zu:

Die Zeitwahrnehmung

Jeder Mensch kann die Zeit wahrnehmen. Ab und zu fliegt sie vorbei und ab und zu steht sie fast still. Mit den Jahren scheint die Zeit schneller zu vergehen. Zeitexperten meinen, dass dies mit dem Leben in Routinen zusammen hängt. Umso älter wir werden, umso mehr Routinen haben wir. Wir haben einen Mangel an Neuem. Umso mehr Neues wir erleben, umso mehr haben wir das Gefühl, etwas zu erleben. Und hier kommen wir wieder zum Thema “was bleibt uns in Erinnerung?” (siehe Vlog dazu: https://youtu.be/u8w76LDCpio ). Es sind Momente. Es sind Erlebnisse. Mit Erlebnissen können wir unsere Zeitwahrnehmung auch positiv beeinflussen. Versteh mich nicht falsch, das müssen nicht Erlebnisse sein, die mit Adrenalin gefüllt sind. Ein Spaziergang im Nebel kann für jemanden ein wunderbares Erlebnis sein.

Wenn wir etwas zum ersten Mal erleben, dann bleibt uns das meist immer in Erinnerung. Und Momente sind Zeit. So fühlen wir, dass die Zeit da ist. Kleine Veränderungen im Alltag sind also ideal um die Zeit etwas zu verlangsamen. Fülle Deinen Alltag mit Dingen die Dir guttun. Mit Momenten die Dir guttun. Denn ich glaube daran, dass das einzige was zählt, ist Momente im Alltag zu erleben, die einem guttun. Verändere Deinen Alltag so, dass Du diese guttuenden Momente erleben kannst. Schaffe Raum für Erlebnisse. Somit wirst Du die Zeit wahrnehmen – und wenn das geschieht, dann tickt sie eher langsam als schnell. Das ist die Crème de la Crème der Zeitwahrnehmung.

Das heisst: Veränderungen geben uns das Gefühl die Zeit zu erleben. Ich habe noch nie eine Veränderung bereut. Noch nie! Im Gegenteil: oft geschieht, dass man denkt: “Wow, hätte ich eigentlich auch schon früher machen können….”.

Meine Tipps:

  • fang klein an – baue kleine Veränderungen in Deinen Alltag ein – z. Bsp.: geh mal einen anderen Weg nach Hause als gewohnt
  • visualisiere die grossen Veränderungen und wie sie sich anfühlen würden
  • kreiere Momente im Alltag die Dir guttun (mein Hörbuch dazu: www.TheTimeExpert.ch )

 

Egal in welcher Situation ich bin (denn das Leben hat viel zu bieten….) ich weiss für mich persönlich, was mir Glück und Freude bereitet: die Zeit zu erleben. Und dies tue ich, indem ich den Moment bewusst erlebe. Und weisst Du was lieber Reiner, es geht so weit, dass ich der Meinung bin, dass wir nicht nur Zeit haben, sondern dass wir sie sind.

Wir sind Zeit.

Yeeeeehaaaaaaa!!!

Sei lieb gegrüsst, von mir,

AnnA

 

P.S. für all diejenigen die Momente als Bilder erleben möchten: hier geht es zu Reiners Instagram: https://www.instagram.com/_re_rod_/?hl=en

P.P.S für all diejenigen die es noch nicht wissen: ich mach nun auch Online Coachings per Skype https://anna-jelen.com/talk-with-anna/

P.P.P.S: hier gehts zum Vlog zum Thema (auf English)

4

Leave a comment